Vorbeugung


Leider gibt es nur wenige Maßnahmen, die nachweislich vorbeugend gegen Allergien wirksam sind.

Für alle Kinder wird empfohlen: Ausschließliches Stillen von mindestens 4 Monaten, keine Breikost vor Vollendung des 4. Lebensmonats. Ansonsten jedoch keine allgemeine Diät zur Allergieprävention, auch nicht in der Schwangerschaft oder Stillzeit. Schimmelpilzförderndes Klima (insbesondere feuchte Räume) und Tabakrauchbelastung (auch in der Schwangerschaft) soll vermieden werden. Es gibt keine Einschränkung in der Haustierhaltung. Schutzimpfungen sollten zeitgerecht durchgeführt werden, es gibt keine Hinweise dafür, dass Impfungen die Allergierate erhöhen!

Zusätzlich bzw. abweichend wird für Risikokinder, die eine familiäre Vorbelastung haben, empfohlen: Sollte Stillen in den ersten 4 Monaten nicht möglich sein, sollte eine hypoallergene (HA) Säuglingsnahrung verwendet werden, wenn möglich eine extensiv hydrolysierte (z.B. Alfare ®, Althera ®). Hausstaubmilbenallergenbelastung sollte reduziert werden, z.B. durch Umhüllung („Encasing“) der Matratze. Felltiere sollten nicht angeschafft, Katzen möglichst abgeschafft werden.

Die Meidung von nicht adaptierter Milch (Kuhmilch, aber auch andere Milch von Säugetieren) Eiern, Nüssen und Fisch im 1. Lebensjahr scheint keinen schützenden Effekt vor Allergien zu haben, jedoch schadet es sicher bei Risikokindern nicht, diese Nahrungsmittel erst nach einem Jahr einzuführen.

In Studien konnte die Einnahme von Lactobacillen vor und nach der Geburt eines allergiegefährdeten Kindes die Erkrankungswahrscheinlichkeit um bis zu 50 % reduzieren. Diese Behandlung ist allerdings bislang nicht etabliert und wird von den Krankenkassen nicht übernommen.


Seite zuletzt aktualisiert am 28.01.2012


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