Ernährung

Besondere Beachtung sollte der Ernährung eines allergiegefährdeten Kindes (Kinder mit Eltern oder Verwandten ersten Grades mit einer Erkrankung aus dem so genannten atopischen Formenkreis wie Neurodermitis, Asthma bronchiale, Allergische Rhinokonjunktivitis) geschenkt werden. Das Kind sollte in den ersten 4 – 6 Monaten möglichst ausschließlich gestillt werden oder hypoallergene Milch bekommen. Bei der Einführung der Breikost sollte nicht mehr als eine neue Sorte Nahrungsmittel pro Woche eingeführt werden. Häufiger allergieauslösende Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Nüsse oder Zitrusfrüchte sollten gar nicht bis Ende des 1. Lebensjahres gefüttert werden.


In Studien konnte die Einnahme von Lactobacillen vor und nach der Geburt eines allergiegefährdeten Kindes die Erkrankungswahrscheinlichkeit um bis zu 50 % reduzieren. Diese Behandlung ist allerdings bislang nicht etabliert und wird von den Krankenkassen nicht übernommen.

Bei rund einem Drittel der Säuglinge und Kleinkinder liegt eine Nahrungsmittelsensibilisierung vor, bei einem Viertel von ihnen aber ohne wesentlichen Einfluss auf den Hautzustand. Es sollten jedoch nur Nahrungsmittel vermieden werden, die nachgewiesenermaßen zu einer Verschlechterung führen. Dazu sollte bei Verdacht eine allergologische Abklärung hier in der Praxis erfolgen. Abzuraten ist von unkritischen Diäten und möglicherweise daraus folgenden Mangelernährungen. Wesentliche Ernährungsumstellungen sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt besprechen. Weiterhin ist zu beachten, dass sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten bis zum Schulalter häufig wieder verlieren.


Seite zuletzt aktualisiert am 28.01.2012


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